Wing Chun: Wahrnehmen & Handeln

Im Moment haben wir das Vergnügen, viele neue Gesichter bei uns begrüßen zu dürfen.
Das ist toll und beschert uns jede Menge Fragen zu Wing Chun.
Eine davon ist: „Was ist nötig, um unter Streß richtig zu reagieren?“
Uta würde jetzt flapsig sagen: „Tsja, von nix kommt nix, muss man halt trainieren.“

Etwas genauer erklärt heisst das: wir automatisieren die Techniken. Erst dann, wenn es soweit ist, wird bewusstes Denken bzw. die Steuerung der Bewegung einfach überflüssig. Ich muss meinem Körper nicht sagen: wenn der Gegner dies macht, dann reagierst Du so und wenn er das macht, dann so. Das muss ich nicht und das darf ich auch nicht, denn dafür ist gar keine Zeit!
Die Automatisierung der Techniken gibt mir die Freiheit, mich auf die Wahrnehmung zu konzentrieren. Wahrnehmen, was das Gegenüber tut und gleichzeitig handeln. Der Teil des Gehirns, der analysiert und überlegt, was zu tun ist, hat Pause.

Was heisst das für Euer Training?
Mit Eurer wachsenden Erfahrung wird dieses Zusammenspiel von Wahrnehmung, Geist (hat Pause) und Körper immer besser. Irgendwann ist das einfach ein Zustand, der Euch ermöglich, richtig zu reagieren. Ja, das dauert einige Zeit – aber Ihr wisst selbst: es lohnt sich und im Training daraufhin entwickeln sich viele Fähigkeiten, die Euch auch das Leben ausserhalb des Trainingsraumes erleichtern. Also: dranbleiben!

Euer Sifu Stefan

 

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